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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 30.06.20 , gültig bis Mi. 08.07.20

„Seniorengerechte Wohnanlage Stammhaus Frommel“ wurde fertiggestellt

Dass es von der Idee über die Planung, einschließlich teilweise kontrovers geführter Diskussionen im Pfinztaler Gemeinderat, bis hin zur Umsetzung Jahre gedauert hat, ist die eine Sache. Eine andere Sache wiederum ist das Ergebnis dieses Jahre währenden Prozesses. Was sich von außen als eine eher moderne und sachliche Fassade entlang der Söllinger Hauptstraße (B 10) präsentiert, birgt im Inneren ein städtebauliches Kleinod. Es handelt sich um die Seniorenwohnanlage „Stammhaus Frommel“, darin untergebracht Angebote der Diakoniestation Pfinztal.
Die ersten Bewohner haben bereits ihr Wohnungen – entweder zur Miete oder im Wohneigentum – bezogen. Nun hat auch die Tagespflege der Diakonie ihre Arbeit aufgenommen. „Zwölf Tagespflegeplätze haben wir“, berichtet Geschäftsführer Tobias Stein. Alle Plätze seien aber wegen der Corona-Pandemie noch nicht belegt. Zurzeit gibt es eine Notbetreuung. Zum Angebot der Diakonie gehört nach Auskunft von Franz Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Einrichtung, zudem ein betreuter Wohnservice mit acht Zimmern – eine Art „ambulante Kurzzeitpflege“, ergänzt Stein. In dieser Form dürfte das Angebot landkreisweit recht einmalig sein. Davon profitierten auch Senioren, denen zum Beispiel der Übergang vom Krankenhaus zurück in die heimischen vier Wände erleichtert werden solle.
Einmal abgesehen von den Funktionen des neukonzipierten „Stammhauses Frommel“, darunter 28 Wohnungen für Senioren, entstand auf dichtem Raum ein Gebäudekomplex mit hoher Wohnqualität. Dass sich die Anlage an einer stark befahrenen „Hauptstraße“ befindet, merkt man im Inneren des Ensembles kaum. Im Gegenteil. Fast kommt das Gefühl auf, irgendwo in einem idyllisch gelegenen Dort zu leben – umgeben von einem sichtbaren und wohltuenden Grüngürtel. „Doch, wir sind zufrieden, wie es geworden ist“, sagt Schäfer beim Blick über die Gesamtanlage. Eine Bewohnerin, die vom Balkon herunterschaut, bringt es auf den Punkt: „Hier kann man leben.“
Vorausgesetzt, was für die 28 Wohnungen (drei sind noch zu haben) gilt, die Mieter respektive die Eigentümer bringen das notwendige Kleingeld mit. Schließlich muss sich die Investition in Höhe von rund sieben Millionen Euro für den Investor, die Firma Gebaka Bau, rechnen. Dafür gibt´s aber viel Gegenwert, der so manche Besucher aus anderen Gemeinden anziehen dürfte, um mal nachzuschauen, was sich so alles unter dem Begriff Innenverdichtung subsumieren lässt.
Neben dem reinen Wohnen, darin eingeschlossen für jede Wohneinheit ein Betreuungsvertrag mit der Diakoniestation, nehmen die Angebote im Rahmen des Dienstes am Menschen (eben „Diakonie“) einen gewichtigen Stellenwert ein. Das kommt besonders den Pfinztaler Senioren zugute. Der Bedarf an ambulanter (Tages-)Pflege sei vorhanden, so Stein und Schäfer. Die acht Zimmer „betreuter Wohnservice“ hat die Diakonie vom Investor angemietet, die zwölf Tagespflegeplätze wurden (laut Schäfer) für 850.000 Euro, einschließlich der Ausstattung, gekauft – abzüglich eines Zuschusses von 220.000 Euro aus dem Topf der Fernsehlotterie. Noch gibt es freie Plätze in der Tagespflege und im betreuten Wohnservice. Mehr dazu unter www.diakonie-pfinztal.de.
 
Text und Foto: Klaus Müller (BNN)




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