Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 09.01.20 , gültig bis Do. 16.01.20

Pfinztaler Seniorenakademie: Weihnachtsfeier

Es ist Tradition, dazu einlädt. Der Begründer und langjährige Leiter August Becker hatte ein auf Weihnachten einstimmendes Programm zusammengestellt. Das Streichorchester des Söllinger Posaunenchors und als Solistin Daniela Brem hatten dafür weihnachtliche Melodien und Lieder ausgesucht. August Becker setzte in seiner Ansprache dem heute als Werbeträger des Kommerzes die Einkaufszentren und Märkte überleuchtende oft kalt gleißende Licht das warme, einladende Licht der Weihnachtsnacht gegenüber. Dieses künstlich geschaffene Licht hat nicht die Kraft, in jene Tiefen unserer Seele vorzudringen, wo wir Trost und Orientierung brauchen. Damit Glaube und Gottvertrauen nicht durch Zweifel und Resignation verdrängt werden, brauchen wir die Weihnachtsbotschaft: „Das ewig Licht geht da herein und bringt der Welt einen neuen Schein. Es leucht wohl mitten in der Nacht und uns zu Lichtes Kindern macht“. Kinder des Lichts, das sind zu allererst die Hirten auf dem Felde und über die Jahrhunderte hinweg der Völkerapostel Apostel Paulus, die Gründer der großen Mönchsorden Benedikt von Nursia und Franz von Assisi bis hin zu den Liederdichtern unserer Tage. Einer von ihnen ist Paul Gerhardt, Neben seinen Weihnachtsliedern hat er uns ein Mutmach-Lied geschenkt, das uns besonders aus dem Herzen spricht. „Befiehl Du Deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege, des der den Himmel lenkt“. Der Kirchendichter des 17. Jahrhunderts, einer Zeit von Kriegen, Pest und Naturkatastrophen, bringt darin eine große Glaubensstärke zum Ausdruck. Auch im Blick auf die heute oft gestellte Frage: Wo bleibt Gottes Fürsorge für uns Menschen, wenn wir die Gaskammern der Konzentrationslager, die Ertrunkenen im Mittelmeer, und die oft tödlichen Messerattacken mitten unter uns vor Augen haben? Paul Gerhardt schaut nicht weg, sondern sieht in diesen menschenverachtenden Geschehnissen den Aufstand des Bösen und der Bösen, mit dem man in einer gottfernen Welt immer rechnen muss. Und er setzt dem Untergang das Überleben, der Resignation die Hoffnung und dem Zweifel die Geduld entgegen in der festen Überzeugung, dass Gott einen langen Atem hat. Wir übersehen nur den winzigen Teil der Strecke, die unser Leben in Gottes Plan ausmacht. Gott aber sieht weiter. Er hat den großen Überblick und weiß um das Ende mit seiner Zusage: „Ich mache alles neu“. Im Glauben dürfen wir schon jetzt hinüberschauen in diese neue Welt, wenn wir miteinander das Weihnachtslied singen: „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis. Der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr und Preis“. Glaube und Gottvertrauen haben so eine Zukunft und es lohnt sich. Bürgermeisterin Nicola Bodner griff in ihrem Grußwort den Gedanken des Mutmachens auf. Sie stellte in ihrem Rückblick das Wort „Dsnkr“ in den  Mittelpunkt ihrer Erfahrungen und Überlegungen. Nicht zuletzt gilt ein Dank dafür, dass die Seniorenakademie nach der Verabschiedung ihres Gründers und Leiters August Becker vor drei Jahren eine Fortsetzung fand. Für das Leitungsteam sprach Manfred Seyfried der Gemeinde und allen Mitarbeitern großen Dank für ihren Einsatz aus. Mit dem gemeinsamen Lied „Oh du fröhliche, oh du selige Weihnachtszeit“ wurde nochmals an die zentrale Weihnachtsbotschaft erinnert. Es schloss sich ein geselliges Miteinander der Besucher bei Kaffee und Gebäck an.
Text: C.M.



Zurück