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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 09.08.18 , gültig bis Mi. 15.08.18

Solidarität über Grenzen

EU-Projekt mit Jugendlichen aus Baden-Württemberg und Holland

Acht Tage dauerte das Zeltlager ohne Zelt für 31 zwölf- bis siebzehnjährige Jungen und Mädchen in der Kulturhalle in Berghausen. Gastgeber war der DRK-Ortsverein mit seinem Vorsitzenden Christian Windschnurer, der dabei von 15 erwachsenen Betreuern und Helfern unterstützt wurde. Die Rolle als Veranstalter teilten sich das Jugendrotkreuz Berghausen und Hürben/Württemberg auf deutscher Seite mit Culemborg und Leerdam aus den Niederlanden.

Das Projekt galt als Probelauf und erfüllte die Förderrichtlinien des EU-Programms Erasmus+. Als „Jugend in Aktion“ wurde der kulturelle Austausch im Pfinztaldorf bewertet. Die Tage wurden aktiv und abwechslungsreich mit Spielen, Unternehmungen sowie einem deutschen und einem niederländischen Abend gestaltet. Solidarität und Toleranz über Grenzen wecken und das Gefühl einer aktiven europäischen Bürgerschaft vermitteln, waren Sinn und Zweck. Dabei konnte das Leitungsteam mit dem Niederländer Dennis Winkel, Lena Graf aus Hürben und Lara Windschnurer aus Berghausen auf gewachsene Rot-Kreuz-Kontakte aufbauen. Für dessen Anfänge waren vor 20 Jahren Birte Morlock (Berghausen) sowie Adrie und Henk Wesker (Leerdam) mit verantwortlich. Seit 30 Jahren pflegt Pfinztal eine Partnerschaft mit Leerdam, informierte Bürgermeisterin Nicola Bodner bei einem Besuch, und hat deshalb das Ferienlager bestmöglich unterstützt. Darüber und über die intakte Lagergemeinschaft zeigte sich Heribert Rech, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Karlsruhe, in der Pfinzaue erfreut. Jeder Teilnehmer erhielt ein Logbuch, das er zum Thema „Flüchtlinge“ führen musste. Neben persönlichen Daten und Kompetenzen waren Angaben zu Abreise und Ziel zu machen. Der Theorie folgte als Power-Point-Präsentation „Der Weg nach Deutschland“ von Samy. Der 29-jährige Syrer aus Homs, der Ende 2015 nach Deutschland kam, ist IT-Ingenieur und anerkannter Flüchtling, er lebt und arbeitet in Stuttgart. Zuvor verbrachte er acht Monate in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Berghausen.  Bei den Fragen der Jugendlichen verschwieg Samy nicht, dass viele seiner Bekannten die Flucht nach Europa nicht überlebt hatten. Die mit Zuschüssen von EU, der Gemeinde Pfinztal und Sponsoren zustande gekommene transnationale Jugendinitiative soll 2019 in den Niederlanden mit noch mehr Jugendgruppen fortgesetzt werden, so Dennis (der auch als Dolmetscher unersetzlich war), Lara und Lena übereinstimmend. Bei einem „Abend der offenen Tür“ als Finale des Camps wurde dessen Erfolg und Perspektive gefeiert.





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