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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 10.10.18 , gültig bis Mi. 17.10.18

Berghausener Gotteshaus erhält vierte Glocke

Die Glocke „Hossiana“ zieht in die Martinskirche ein

 

In der Martinskirche in Berghausen steht zwischen Altar und Taufstein umhüllt von einem blauen Tuch der Gegenstand, der bei der evangelischen Kirchengemeinde Berghausen-Wöschbach einiges zum Guten verändern wird. Alle Augen richten sich zu Beginn des Gottesdienstes darauf. Willkommen geheißen wird die Glocke mit Namen „Hosianna“, 280 Kilo schwer, 75 Zentimeter Durchmesser, aus Glockenbronze mit 78 Prozent Kupfer- und 22 Prozent Zinnanteil. Die Glocke ist gestimmt auf den Ton „des“ der C-Dur-Tonleiter. Die Weihe des bestehenden dreistimmigen Geläutes der Martinskirche mit den Tönen „as“, „b“ und „f“ liegt inzwischen 68 Jahre zurück.

Margarete Geiger war 1950 als Ehrendame bei der Weihe dabei. Sie ist getreu dem Wunsch ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Schwester Ilse Gründerin des „Ilse und Margarete Geiger-Stiftungsfonds“. Neben der Spende der „Hossiana“ wird die Kirchengemeinde von den Erträgen des Stiftungsfonds profitieren. So ist dauerhaft geregelt, dass die nunmehr vier Glocken und auch die Orgel (beginnend 2019 mit der lange überfälligen aber bislang nicht finanzierbaren Generalsanierung) des Gotteshauses erhalten werden.

Doch der Reihe nach. „Die Geschichte der Glocke Hosianna“ begann vor vier Monaten mit einem Anruf, blickte Torsten Sternberg zurück. Verantwortlich für die Servicestelle für Erbschaften und Stiftungen bei der evangelischen Landeskirche Baden schilderte er den ersten Kontakt mit Margarete Geiger. Der Glockenguss im badischen Neunkirchen liegt gerade einmal zwei Wochen zurück. Jetzt findet man das Kunstwerk im Pfinztaldorf, allerdings noch ohne Klöppel. Der Auftrag für vier neue Klöppel wurde bereits der Edelstahlschmiede Roßwag in Kleinsteinbach erteilt.

Gemeindepfarrerin Nicola Enke-Kupffer erläuterte die Bedeutung des Namens „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!“ der neuen Glocke. Martin Kares, der Beauftragte für Glocken und Orgel der evangelischen Landeskirche Baden, sprach von einer großartigen Geschichte. Für die 82-jährige Margarete Geiger war es ein bewegender Gottesdienst. Auf die Frage „Warum eine Glocke, statt einer Kreuzfahrt?“ antwortete sie: „Da haben viele etwas davon“.





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