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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 16.05.18 , gültig bis Mi. 23.05.18

Allerlei Geschmackvolles in Streuobstwiesen entdeckt

Kräuterwanderung beim OGV Kleinsteinbach im Zusammenwirken mit der Gemeinde

Auf Wildkräuterwanderung ging es beim Obst- und Gartenbauverein Kleinsteinbach mit Kräuter- und Waldpädagogin Claudia Zwietasch

 

Zum vierten Mal veranstaltete der Obst- und Gartenbauverein Kleinsteinbach in Zusammenarbeit mit der Gemeinde im Rahmen von „Erlebnisraum Pfinztal“ eine Wildkräuterwanderung. Die Kräuter- und Waldpädagogin Claudia Zwietasch aus Kämpfelbach-Bilfingen stand wieder für eine stattliche Zahl von Interessenten, in der Mehrheit Frauen, zur Kenntniserweiterung zur Verfügung. Sie freute sich über mehrere „neue Gesichter“, die mehr über heimische (Un-)Kräuter erfahren wollten. „Wir können heute aus dem Vollen schöpfen; alles grünt und blüht ohne Ende“, kündigte C. Zwietasch beim Start am Lehrgarten des Vereins im Gewann „Junge Wingert“ mit seinen Streuobstwiesen an. Ziel sei das Bestimmen, Bewerten, Sammeln und Verwerten von Wildkräutern, denn am Ende stand eine Verkostung von gesammelten Kräutern in Form von Kräuterkäse als Brotaufstrich, aber auch von mit Kräutern angereichertem Mineralwasser. „Auge und Gaumen sind gefragt“, gab die Expertin mit reichem Wissen vor. Nach wenigen Metern bereits hatte sie die ersten Exemplare entdeckt und Erklärungen zu Namen (auch im lateinischen Fachbegriff), ihrem Geschmack und ihrer Wirkung geliefert. Anfassen, Ertasten der Pflanzen, auch Betrachten unter einer Lupe, um Besonderheiten festzustellen, Reiben und Riechen und schließlich teilweise auch Kosten, um die Geschmacksnerven zu sensibilisieren, wobei besonders den Bitterstoffen Beachtung geschenkt wurde, und Verkosten standen auf dem Programm. Die Pädagogin warnte auch vor zu umfangreichem Genuss von Wildkräutern, die Medikamentenwirkung haben. Von Teilnehmerinnen wurden persönliche negative Erfahrungen in dieser Hinsicht beschrieben. Alle paar Meter verweilte die Teilnehmerschar kurz, um den Ausführungen von C. Zwietasch zu lauschen. Besonderes Interesse fanden natürlich die essbaren Wildkräuter. Das Angebot war reichlich für Salate, Suppen, Smoothies oder anderweitige Verwendung: Gänseblümchen (mit wertvollen sekundären Pflanzenstoffen), Margeriten, Spitzwegerich, Nelkenwurz (für Likörherstellung), Labkraut und der verwandte Waldmeister, Kuckuckslichtnelke, Wiesenbeerenklau, Klappertopf, Schafgarbe und Günsel, Sauerampfer und roter Klee, Gänsefingerkraut, Wiesenglockenblumen, Witwenblumen, Grasmiere, Storchenschnabel, Gundermann und Knoblauchrauke. Gewarnt wurde vor der Verwendung von Hahnenfuß und der giftigen Herbstzeitlosen.

Text Karl-Heinz Wenz





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