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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Do. 10.05.12 , gültig bis Di. 15.05.12

Einweihung der Tagesförderstätte in Berghausen

Wichtige Angebotserweiterung für Landkreis und Region Karlsruhe

Das Martinshaus in Berghausen ist eine Einrichtung des Badischen Landesvereins für Innere Mission. Seit 1930 gibt diese Heimstatt, anfangs als Mädchenheim, später für geistig- und körperbehinderte Menschen, wobei die Eingliederungshilfe ganz oben auf der Agenda steht. Jetzt ist zum Gebäudekomplex im Berghausener Unterdorf eine Tagesförderstätte hinzu gekommen. Der Neubau bietet Platz für zwölf geistig und körperlich Behinderte aus der Region Pfinztal. Das Angebot wendet sich speziell an Menschen, die nicht im Martinshaus leben. Derzeit sind neun Plätze belegt, drei Plätze sind noch frei. Seit Januar sind die beiden Gruppen, sie nennen sich blaue und grüne Gruppe, bereits im neuen zweigeschossigen Haus. Beim Richtfest im Juni 2011 wurde mit Vorfreude auf die Wichtigkeit dieser Angebotserweiterung hingewiesen. Erste Überlegungen im Rahmen der Eingliederungsplanung in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Karlsruhe gab es beim Badischen Landesverein für Innere Mission bereits 2007. Fünf Jahre später ist das Vorhaben Realität geworden.

Von einer großen Bereicherung für den Landkreis und die Region sprach Axel Göhringer. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates beim Badischen Landesverein für Innere Mission rückte die Menschen, denen die Tagesförderstätte in Berghausen zu Gute kommt und deren Wohl das wichtigste Anliegen ist, in den Fokus. Mit der Erweiterung des Martinshauses wurde ein besonderes Signal ausgesendet, sagte Peter Kappes. Für den Leiter des Dezernats 'Mensch und Gesellschaft' beim Landkreis Karlsruhe ist damit zugleich ein Symbol auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft zustande gekommen. Unterstützt wurden Neubau und Ausstattung der Tagesförderstätte durch die 'Aktion Mensch', den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) und durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

'Sie alle gehören zur Familie Pfinztal' ließ Bürgermeisterin Nicola Bodner wissen und meinte damit die 129 Frauen und Männer, denen das Martinshaus Wohn- und Lebensraum bietet, aber auch denen, die von außerhalb kommen. Damit das Vorhaben vonstatten gehen konnte, habe auch die Kommune einen kleinen Beitrag mit der Änderung des Bebauungsplans 'Obere Au' geleistet, in dessen Grenzen das Martinshaus liegt, betonte Pfinztals Bürgermeisterin.

Im Aufenthaltsraum fand die kleine Feier statt. Der Chor der zu Betreuenden der Tagesförderstätte mit Carmen, Christine, Eduard, Manuel, Ralf, Regina, Reinhard, Thorsten und Tini, sang zusammen mit den drei Fach- und drei Hilfskräften passend 'Juhu, liebe Leute'.

Von vielfältigen Tagen, die um 8.15 Uhr beginnen und bis 16 Uhr andauern, berichtete Antje Grihn namens der Hausleitung. Auf dem Programm steht das Einüben lebenspraktischer Fähigkeiten, ein Sozialverhalten zu erlernen, die 'Villa Mümmelmann' der Kaninchen in Schuss zu halten, ein Hochbeet mit Kräutern anzulegen, aber auch Altglas zum Sammelcontainer zu bringen. Viele Fortschritte sind bereits erkennbar.

'Gottes Segen für dieses Haus' erbat Gemeindepfarrerin Nicola Enke-Kupffer. Fürbitten sprachen Bewohner und Betreuer. Das gemeinsame Lied 'Komm bau´ ein Haus, das uns beschützt' setzte den passenden Schlussakkord.

Text und Foto: Emil Ehrler





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