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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Di. 06.08.13 , gültig bis Mi. 14.08.13

Im Pfinztaler Gemeindewald: „Wildernde Hunde“

Bereits seit längerer Zeit bemerken die Jäger in Söllingen Hundespuren abseits der Wege und stellen vermehrt fest, dass sich das Rehwild scheuer verhält. Nun wurde es zur Gewissheit, in unseren Wäldern sind wildernde Hunde unterwegs. Am hellen Tag mussten Bürgermeister Roser i.R. und seine Frau beobachten, wie ein mittelgroßer, schwarzer, struppiger Hund drei Rehe hetzte. Kurz danach wurde der abgebildete junge Rehbock gefunden. Gehetzt, zu Tode gebissen und dann angefressen. Wäre es eine Rehgeiß gewesen, würden jetzt die Kitze alleine und ohne Überlebenschance auf ihren Hungertod warten.

Wildernde Hunde sind in unserer Kulturlandschaft eine tödliche Gefahr für das Wild. In der Nähe befahrener Straßen können sie Verkehrsteilnehmer gefährden, da sie Rehe zum kopflosen Flüchten veranlassen. In jedem Hund steckt ein Jagdtrieb. Hundebesitzer sollten sich deshalb sehr gut überlegen, ob sie beim Spazierengehen den Hund frei laufen lassen können. Selbst gut erzogene und folgsame Hunde „vergessen“ beim Anblick von Wild, dass sie ein Frauchen oder Herrchen haben und dem Pfiff gehorchen sollten. Ob ein Hund nur kurz dem Reh nachrennt, oder es gar hetzt und zu einem wildernden Hund wird, ist schwierig zu entscheiden, aber im Jagdgesetz geregelt.

In § 23 des Bundesjagdgesetzes wird Folgendes bestimmt: Der Jagdschutz umfasst nach näherer Bestimmung durch die Länder den Schutz des Wildes, insbesondere vor Wilderern, Futternot, Wildseuchen, vor wildernden Hunden und Katzen sowie die Sorge für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften.“ Im Landesjagdgesetz wird hierzu erläuternd ausgeführt, dass: „zur Jagdausübung berechtigte Personen Hunde, welche erkennbar dem Wild nachstellen und dieses gefährden können, töten dürfen“. Jäger sind häufig selbst Hundebesitzer und werden nicht leichtfertig einen Hund, der ohne Frauchen oder Herrchen angetroffen wird, abschießen. Nach Möglichkeit wird man versuchen herauszufinden, wem das Tier gehört und mit dem Besitzer reden. Bitte helfen Sie mit und melden Sie Beobachtungen über freilaufende, herrenlose Hunde, die Wild hetzen, an die Polizeidienststelle oder im Bürgermeisteramt Pfinztal, Ordnungsamt, Tel. 07240 62-120





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