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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 25.03.15 , gültig bis Mi. 01.04.15

FFH-Biotopkartierung im Landkreis Karlsruhe

Der Schutz von Natur und Landschaft ist ein wichtiges Anliegen des Landes und der Europäischen Union. Die Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie) ist eine der wichtigsten Grundlagen des Naturschutzes in Europa. Seit dem Erlass dieser Richtlinie im Jahr 1992 und deren Umsetzung in Bundes- und Landesrecht hat sich in Baden-Württemberg viel getan. Die zu schützenden Gebiete (Natura 2000-Gebiete) wurden an die europäische Kommission gemeldet und vielerorts sind Managementpläne zur Pflege der Gebiete in Arbeit. Ergänzend dazu müssen im Rahmen der Berichtspflicht zu den europäischen Naturschutzrichtlinien Daten zum Vorkommen und zur Verbreitung der FFH-Lebensraumtypen wie z.B. FFH-Mähwiesen erhoben werden. Da es sich bei einem Großteil der Lebensraumtypen zugleich um gesetzlich geschützte Biotope (Lebensräume) nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz handelt, wird die Erhebung der geschützten Biotope und der Lebensraumtypen miteinander verknüpft. Mit Hilfe der Kartierung sollen umfassende Kenntnisse über die Vorkommen der naturschutzfachlich bedeutsamen Biotope wie Nasswiesen oder Feldhecke sowie ihre Ausstattung und Wertigkeit gewonnen werden. Die FFH-Biotopkartierung liefert somit wichtige Grundlagen für den Naturschutz und stellt notwendige Informationen für die unterschiedlichsten Verfahren und Fachplanungen bereit (wie z.B. Eingriffsregelung, Ökokonto, Landschaftsplanung, FFH-Managementpläne). Im Außenbereich aller Gemeinden des Landkreises Karlsruhe soll nun eine Pilotkartierung durchgeführt werden. Die Kartierung wird von fachlich qualifizierten Personen durchgeführt, die über langjährige Erfahrungen verfügen. Im Rahmen dieser Erhebungen werden sowohl alte Biotope überprüft und aktualisiert als auch neue Biotope sowie FFH-Lebensraumtypen (z.B. FFH-Mähwiesen) aufgenommen. Die botanischen Erfassungen werden ab Ende April / Anfang Mai beginnen. Die Untersuchungen erfolgen im Auftrag der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Weitere Informationen zur Biotopkartierung und zu Natura 2000 erhalten Sie auf den Internetseiten der LUBW: www.lubw.baden-wuertternberg.de Natur und Landschaft Flächenschutz bzw. Natura 2000. Nach Abschluss der Erhebungen werden die Daten jeder Bürgerin und jedem Bürger über den Daten- und Kartendienst der LUBW (http://udoJubw.baden-wuerttembeixrde/public/index.xhtm zur Verfügung gestellt. Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger bitten, die im amtlichen Auftrag tätigen Kartierer bei der Ausübung ihrer Arbeit zu unterstützen und ggf. den Zugang zu privaten Grundstücken zu gewähren.



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