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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Musik/Kunst/Kultur | Mitteilung vom Di. 20.10.15 , gültig bis Mi. 28.10.15

Marlies Blume fasziniert ihr Publikum

Wenn Heike Sauer in die Rolle der Marlies Blume schlüpft, dann tut sie das mit allen Sinnen. Diese schauspielerische Verwandlungsfähigkeit hat der schwäbischen „Dialekt-Queen“ schon mehrere Auszeichnungen beschert, darunter den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg. Die Kabarettistin aus Ulm hat frei nach dem Motto „Immer elles ausprobiera“ das Bürgerhaus in Söllingen aufgemischt. Ihr Leitfaden für das Soloprogramm „All in one – elles isch ois“ war der Appell „schwätzet miteinander, eine Gelegenheit findet sich immer“ Und Marliese Blume ist das Paradebeispiel hierfür.

Die Mischung aus deutsch-englischen Sprachassoziationen bestimmte die Texte, die sie vor sich hin schwäbelte, immer so, dass sie von den Badenern auch gut verstanden wurden. Rosa ist die Lieblingsfarbe des Wirbelwinds auf der Bühne und im rosa Licht leuchtete auch das Bühnenbild, davor die singende, tanzende und schwätzende Marlies. „Marlies ist einzigartig und alle im Bürgerhaus sind großartig“ war eine ihrer im Bauch verifizierten Erkenntnisse. Es lohne sich, in sich hinein zu spüren, und sich nicht mit einem „So isch‘s halt im Leben“ zufrieden zu geben, sondern aus der Situation das Beste zu machen. Mit einleuchtenden Beispielen beeindruckt sie ihr Publikum „Wenn man dir eine Zitrone gibt, dann mach halt eine Limo draus“ oder „Wenn du Mischd bausch, dann mach Dünger draus.“ Auch in Pfinztal, wo sie erstmals gastierte, zog sie ihre Trumpfkarten und beeindruckte mit ihrer Gestik und Mimik. Auch ihr Wortwitz und der Tiefgang ihrer Gedanken waren bemerkenswert. Die Sorge ihrer Tante um ihre Reise nach Pfinztal ins Herz des Badnerlands konnte die Schwäbin dann auch bald als unbegründet abtun, hatte sie ihr Publikum doch längst für sich gewonnen. Als Jack der Zirkusdirektor, schlüpfte sie erstmals in eine Rolle, die nicht von der rosafarbenen Kleidung geprägt war. Perfekt gespielt vermittelte sie die verführerischen Gedanken eines Despoten, der sich hinter einer angenehmen Erscheinung verbarg und vordergründig Harmonie propagierte. Der aufgeblasene Kerle mogelte sich mit einer tänzerischen Leichtigkeit in die Herzen der Zuschauer. Ihr Ziel hat Marlies Blume am Ende des fast zweistündigen Programms erreicht, als sie einerseits die Farbe Rosa losließ und sich ganz in Grün kleidete und andererseits feststellen konnte, ihre Zuschauer in den Bann gezogen zu haben. Um eine Zugabe kam sie auf jeden Fall nicht herum.





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