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Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 08.06.16 , gültig bis Mi. 15.06.16

Mit dem Förster durch den Wald

Bevor der Waldspaziergang mit dem Pfinztaler Revierförster Matthias Köpf begann, erhielten die Teilnehmer auf der Altersklassenkarte für den Baumbestand im Pfinztaler Gemeindewald einen Gesamtüberblick. Die Naturfläche der Gemeinde Pfinztal beträgt 85 Prozent ihrer Gemarkungsfläche. Davon wiederum sind rund 35 Prozent mit Wald bewachsen. Der Großteil mit 830 Hektar ist Gemeindewald, dazu kommen Flächen von Privat- und Staatswald. Auf 31 Quadratkilometer breitet sich die Gemeinde Pfinztal mit ihren vier Ortsteilen aus. Ein kleiner Kosmos, der im Allgemeinen viel zu bieten hat und mit der Erlebniswelt Wald im Besonderen seine Trumpfkarte hat.

Funktionalität und Wichtigkeit dieser „grünen Lunge“ sollen ins Bewusstsein und Wissen der Bürger gerückt werden. Der Wald ist gleichsam Natur- und Wirtschaftsbetrieb. Pro Jahr dürfe nicht mehr Holz geschlagen werden, als nachwächst und das sind 7.000 Festmeter.

Momentan ist man dabei, den Pfinztaler Gemeindewald zu vermessen, informiert Matthias Köpf. Grund dafür ist, dass es ab 2017 eine neue Forsteinrichtung (Laufzeit zehn Jahre) geben wird. Sie beinhaltet die Erfassung des Waldzustandes, die mittelfristige Planung und die damit verbundene Kontrolle der Nachhaltigkeit. Eine Pflichtaufgabe ist, dass während dieser Dekade jede Waldfläche einmal durchforstet werden muss.

Seit 16 Jahren ist Matthias Köpf der Pfinztaler Förster. Im Gemeindewald steht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Erholung und Nutzung ganz oben. In Übereinstimmung mit dem Gemeinderat werde eine nachhaltige und zugleich naturnahe Waldwirtschaft betrieben. Überdies sei man ein Wirtschaftsbetrieb, der Gewinn erzielen wolle, informierte Matthias Köpf. Die letzten Jahre habe man jeweils mit einem Plus abgeschlossen. Das derzeitige Fachpersonal besteht aus drei Forstwirten und einem Auszubildenden. Im Pfinztaler Gemeindewald setzt man auf Naturverjüngung, dies mache 99 Prozent der jährlichen Neupflanzen aus. Die Exkursion durch den „Stranzenberg“ zeigte hierfür beste Beispiele.

In zwölf Distrikte ist der Pfinztaler Gemeindewald eingeteilt, der größte (350 Hektar) ist der „Stranzenberg“. In der Abteilung VII, mit einem 90 bis 100 Jahre alten Baumbestand, wurde im Frühjahr eine Waldpflegemaßnahme, ein sogenannter Hieb, durchgeführt. Die Hauptbaumsorten sind Buche, Douglasie und Fichte. Generell gelte für den Gemeindewald, diesen wie einen „Krämerladen zu bestücken“ denn, je besser sortiert, desto mehr lasse sich verkaufen, sagte Köpf. Pro Hektar Fläche erbrachte der Hieb 74 Festmeter. Am Wegesrand liegen noch Sortimente von Buchen und hochwertigen Douglasien – gekennzeichnet und verkauft. Das auf der Fläche liegende Kronenholz soll dann im Spätjahr als Schlagraum bei der nächsten Holzversteigerung verkauft werden.

In der sich anschließenden Abteilung, mit einem 60-jährigen Bestand, wird im Herbst mit einem Vollernter eine Pflegemaßnahme durchgeführt, blickte der Revierförster voraus.





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