Gemeinde Pfinztal · Hauptstr. 70 · D-76327 Pfinztal · Tel. 07240 62-0 · Fax 07240 62-199 · info@pfinztal.de · www.pfinztal.de

A+   Vollversion   Light-Version   Hilfe


Branchenverzeichnis Pfinztal

Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 08.02.17 , gültig bis Mi. 15.02.17

19. Preisverleihung der Ludwig-Marum-Stiftung

Zwei Preisträger und sechs Mitstreiter ausgezeichnet

Deutliche und zugleich mahnende Worte bestimmten die Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus im Schulzentrum in Berghausen. Eingebunden in die sehr gut besuchte Veranstaltung war die 19. Verleihung des Preises der Ludwig-Marum-Stiftung. Für das Ludwig-Marum-Gymnasium (LMG) ist diese Form der Erinnerungskultur verbunden mit der an ihren Namensgeber ein fester Bestandteil. Schulleiterin Elke Engelmann rief zu Menschlichkeit und Toleranz auf die Früchte tragen mögen. Für Pfinztals Bürgermeisterin Nicola Bodner ist das gelebte Miteinander in ihrer Gemeinde, dass Menschen einander brauchen, Sinnbild und Zukunft zugleich. Der Kreisvorsitzende der SPD-Karlsruhe Parsa Marvi sagte in seiner Gedenkrede „Wir Gedenken berührender Schicksale wie dem von Ludwig Marum. Wir erinnern an den Widerstand. Erinnerungsarbeit müsse ernst genommen werden. Und ein Zusammenleben muss von gegenseitiger Achtung und Respekt getragen werden.“

Als Preisträger wurden Nico Lange und Kai Vorberg ausgezeichnet und erhielten den Preis der Ludwig-Marum-Stiftung. Anerkennungen, eine weitere Form der Preisverleihung bekamen ihre Mitstreiter Jana Kessel und Konstantin Weindel vom Max-Planck-Gymnasium Karlsruhe, Kira Hartfelder vom Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee sowie Steffen Fuchs, Sina Krämer und Pauline Vorberg vom Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal.

Die Laudatio der beiden LMG-Pädagogen Kerstin Burst und Michaela Lau galt den Preisträgern. Dabei wurde an das Vorhaben „Refugees Welcome“ („Flüchtling willkommen“) erinnert, in dessen Mittelpunkt Großportraits von Menschen unterschiedlicher Herkunft mit ihren Lebensgeschichten standen. Dazu hatten Nico Lange und Kai Vorberg, zwei Abiturienten von 2015, im Frühherbst 2016 mit einer Aktion auf dem Schulgelände die Kunst als Waffe gegen Gleichgültigkeit eingesetzt und zugleich zum Mitmachen aufgefordert. Wie bekannt wurde die Installation auf dem „Idiotenhügel“ zerstört, allem Anschein nach von Chaoten aus dem rechten Spektrum.

Diese Missbilligung verband Andrée Fischer-Marum, die Enkelin von Ludwig Marum, mit der Frage „Warum lasst ihr euch das bieten?“ Für die eigens aus Berlin angereiste 75-Jährige habe ein Aufschrei in der Gemeinde gefehlt, ebenso vermisste sie eine Demonstration der Anständigen. Damit hätte man zeigen können „Wir wollen das nicht, dass Menschen unsere Gesellschaft zerstören.“ Grundsätzlich befand Andrée Fischer-Marum das Projekt, das wie Tausend weiterer weltweiter Projekte für Integration, Toleranz und für eine offene Gesellschaft wirbt, als sehr gut.

Musikalisch begleiteten Fabian Gadelmeier (Flügel), Eva und Julia Gäßler (Gesang) sowie Isabell Popp (Flügel) die Gedenkstunde.





Zurück