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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 18.04.18 , gültig bis Mi. 25.04.18

Auch mit 100 Jahren hat man noch Träume

Im Kreis der Gratulanten ließ Hugo Rhein Erinnerungen aufleben

Tugenden von Hugo Rhein sind Fleiß und Zielstrebigkeit, dazu als wichtige Komponente das Ehrenamt. Was ihn einzig belastet, ist nichts mehr machen zu können. Dafür schwelgte man am vergangenen Samstag, seinem 100. Geburtstag, im Kreis der Gratulanten in Erinnerungen und Begebenheiten mit dem Jubilar.  Darauf hatte sich der Doktor der Wirtschaftswissenschaften besonders gefreut.

Geboren in Wiesensteig im Kreis Göppingen lebt der Schwabe seit 1958 in Berghausen. Der Familie zuliebe war es der Diplom Kaufmann leid, stets wegen des Berufs umherzuziehen. Beim damaligen Badenwerk in Karlsruhe fing er 1952 an, wurde 1965 Vorstandsmitglied für Finanzen und war von 1967 bis zum Ruhestand 1983 Vorstandssprecher. Erstmals Kontakt mit dem Raum Karlsruhe hatte Hugo Rhein 1938, als er beim Arbeitsdienst nach Hochstetten kam. Kurz zuvor hatte er sein Abitur nachgemacht, dem voran ging eine Verwaltungslehre beim Arbeitsamt in Göppingen. Er wollte Betriebswirtschaft studieren und deshalb auch noch schnell, wie er sagt, seine Soldatenzeit absolvieren; daraus aber wurden sieben Jahre. Gleich mehrfach verwundet nutze er zwei längere Lazarettaufenthalte in Prag, um mit dem Studium zu beginnen, das er nach Kriegsende in Mannheim abschloss. Gerne erinnert er daran, in der Anfangszeit in Berghausen sich etwas eingemischt zu haben. So war er Vorsitzender beim katholischen Kirchbauverein und mehrere Jahre Stiftungsrat der katholischen Kirche Grötzingen, zu der die Berghausener Katholiken gehörten. Auch seine fünf Jahre als kooptiertes Mitglied im Ausschuss für Finanzen und Verwaltung der damals noch selbständigen Gemeinde Berghausen sind ihm noch in bester Erinnerung. Von 1976 bis 1983 war Hugo Rhein Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. Rund 20 Jahre war er im Vorstand und auch Vorsitzender der Fördergemeinschaft Kunst Karlsruhe. Für den Ehrensenator der Universität Karlsruhe ist die gemeinnützige Dr. Hugo Rhein Stiftung für Studentenunterkünfte in der Fächerstadt, deren Gründer und lange Vorstandsvorsitzender er war, eine Herzenssache geblieben. Nun ist alles ruhiger geworden. Nicht zuletzt auch durch den Tod von Ehefrau Hilde kurz nach der eisernen Hochzeit. „Auch mit 100 hat man noch Träume“ sagt Hugo Rhein über die Malerei als Ausgleich. Seinem bewegten Leben gab der runde Geburtstag das Tüpfelchen auf dem i. Daran teilgenommen haben auch Sohn Rudolf, Tochter Heidi, vier Enkelkinder, drei Urenkel und die Schwiegerkinder, die in Deutschland weit verstreut leben. Auch Bürgermeisterin Nicola Bodner hatte sich angekündigt und überbrachte Glückwünsche, dazu eine Urkunde des Landes Baden-Württemberg mit Unterschrift des Ministerpräsidenten.





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